Computer und Stressbefreiung

Stressbefreiung – Seit die Industrialisierung zur Mitte des 18. Jahrhunderts ihren unheilvollen Lauf begann, seit Maschinen unseren Takt bestimmen, hat der Mensch mehr und mehr seine Stressfreiheit verloren. Maschinen bestimmen unseren Tagesablauf, wir sind von ihnen mehr als abhängig.

Gesellschaften, die sich noch heute ihre Unabhängigkeit von Maschinen bewahrt haben, wie zum Beispiel Eingeborenenstämme am Amazonas, kennen Stress nur in sehr beschränkter Form. Hier mag es um Partnerschaften gehen, um die Jagd, also die Nahrungsbeschaffung, um Gefahren aus dem Tierreich, doch wirklich gestresst, in der Bedeutung, die das Wort in unseren Tagen hat, sind sie sicherlich nicht.

Der Computer als Stressfaktor

Bits und Bytes bestimmen unseren Alltag in einem Ausmaß, der so gigantisch ist, dass die meisten Menschen ihre Augen vor diesem Phänomen verschließen. Würden sie nicht den Großteil dieser Abhängigkeit ignorieren, würden sie wohl verrückt werden. Computerstress, das heißt nicht nur Stress durch den PC am Arbeitsplatz, der unpersönlich und kalt ist, dessen Vorgaben wir einzuhalten haben, sondern auch Stress in unserem Privatleben.

Unser Alltag, auch unsere Freizeit ist bestimmt durch Onlinebanking, Internetshopping, soziale Netzwerke oder Firmen- und Imagepräsentationen. Wir kaufen unsere Schuhe nicht mehr beim Schuster, sondern „ganz entspannt“ im Internet. Tatsächlich haben amerikanische Forschungsarbeiten belegt, dass wir in unserer Freizeit mehr Zeit am Computer verbringen, als wir es mit unserer Familie tun.

Der kleine Computer – der große Stress

Auch Handys – oder wie heute gesagt Smartphones – sind Computer. Und die Informationsflut, die wir als vernetzte Gesellschaft wahrnehmen, stresst das Gehirn ganz gewaltig. Quasi in ständiger Kommunikation zu stehen, seien es soziale Netzwerke, SMS oder Mails (telefonieren ist schon beinahe Nebensache) nagt an unserem Energiespeicher. Um in der Computersprache zu bleiben – zu viel Input ist schädlich, ja, er verändert Gehirnstrukturen.

Gerade auch die Arbeitssituation hat das Handy gravierend verändert. War man früher in seiner Freizeit nicht unbedingt erreichbar, ist es heute gang und gebe am Wochenende oder sogar in der Nacht immer für den Boss erreichbar zu sein. Das heißt aber ganz deutlich, dass ein Abschalten, eine Trennung von Freizeit und Arbeit nahezu nicht mehr möglich ist.

Dauerstress, den der Körper bestraft. Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen und unkontrollierte Kommunikationsaggressionen (vielleicht auch sich selbst gegenüber) sind nur einige wenige der unzähligen Symptome mit denen der Körper reagiert.

Was tun?

Die einfachste Lösung, zumindest was das Handy angeht – abschalten. Machen Sie sich unerreichbar. Und ganz wichtig – geben Sie sich bei der Benutzung von Smartphone, Handy, Netbook, Notebook Strukturen vor.

Lassen Sie sich nicht von elektronischen Geräten zu deren Sklaven machen. Es genügt, wenn Sie Ihre Mails einmal am Tag abrufen. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit benötigte eine schriftliche Nachricht etwa drei Tage, bevor sie bei Ihnen ankam. Wer sagt, dass dies heute anders sein muss? Sie selber!

Kehren Sie, gerade auch, was die digitalen Medien angeht, zu Ihrer Selbstbestimmtheit zurück! Gönnen Sie Ihrem Gehirn wohlverdiente Pausen. Sie werden bemerken, so schwer ist das gar nicht. Fragen Sie sich, inwieweit Sie eigentlich abhängig sind, von immer neuer Information.

Es existiert eine große Suchtgefahr, Sie können in eine Abhängigkeit geraten, die ein großer Auslöser für jede Art von krankhafter Stresssymptomatik sein kann. Kehren Sie wenigstens einen Teil zurück, zu den guten alten Zeiten.

 

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  1. Thorsten
    4 Jahren ago

    Diesen Artikel kann ich nur unterschrieben.
    In meiner Anfangszeit in der Selbständigkeit habe ich mich zum Sklaven meines PC`s und Telefons gemacht.
    Das kann man auf die Dauer nicht aushalten und im schlimmsten Fall geht die Familie noch mit kaputt, da man sich nur damit beschäftigt.
    Das beste ist, zum Feierabend und zum Wochenende alles aus zu machen.
    Ist am Anfang schwierig aber nach einer gewissen Zeit total befreiend


  2. Marie
    3 Jahren ago

    Ich finde das auch immer schlimmer.. laufend klingelt das Smartphone… ob SMS, Whats app, oder was auch immer… aber man schreibt immer gerne zurück und denkt dann am Ende des Tages: „Was hab ich eigentlich gemacht heute??“ Ist wirklich toll aber auch auf Dauer blööd, immer und überall erreichbar zu sein.. auch wegen der Arbeit… so kann man nie richtig abschalten… und selbst wenn, dann denkt man immer, man verpasst grad was auf dem Handy 🙁

Wer ist Nathalie Chaumien?

Hallo, mein Name ist Nathalie Chaumien und ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit den Ursachen von Stress, Ängsten und Blockaden, also mit Stressabbau.

Durch meine eigenen Erfahrungen und einen sehr gestressten Alltag bin ich zu diesen Themen gekommen und habe nach guten Methoden gesucht, meinen Stress abzubauen.

Jetzt helfe ich anderen Menschen, ihren Stress abzubauen, Blockaden zu lösen und mehr Lebensfreude zu bekommen.

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